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Akademische Freiheit

Qui tacet, consentire videtur

Monat

März 2017

die hochschule } Kernwert Akademische Freiheit

hochschule

Die Zeit­schrift „die hoch­schule“ sieht sich seit 2002 als Plattform für Debatten rund um Hoch­schul­-,  Wissenschafts- und Bildungs­forschung. Sie wird herausgegeben vom Institut für Hochschulforschung (HoF) Halle-Wittenberg. HoF ist derzeit das einzige Institut, welches sich schwerpunktmäßig in den „neuen“ Bundesländern in der Hochschulforschung betätigt. Das Journal sieht sich in der Tradition der kurz nach der Wende erstmalig erschienenen Zeitschrift „hoch­schule ost“.

Die kürzlich erschienene Ausgabe wird wie folgt vorgestellt:

Akademische Freiheit gehört zu den ‚core values‘ von Hochschulen. Sie bildet einen zentralen berufsethischen Referenzpunkt in Forschung, Lehre und Studium. Da die akademische Freiheit jedoch nicht immer umfassend gelten kann und in komplexen Situationen oftmals strapaziert werden muss, bleibt sie stets in der Diskussion: Trotz langer Tradition ist sie in der konkreten Auslegung umstritten – und wird immer wieder als bedroht erlebt. Dies gilt nicht zuletzt im Kontext des Bologna-Prozesses, bei Fragen der Finanzierung oder der institutionellen und inneren Unabhängigkeit. Diesem Spannungsfeld widmet sich die aktuelle Ausgabe der „hochschule“.“

Akademische Freiheit gilt nicht absolut, ist aber bedeutsamer Referenzpunkt akademischer Tätigkeit. Dies dokumentieren die Beiträge des Themenschwerpunkts: Weiterlesen „die hochschule } Kernwert Akademische Freiheit“

AStA Bremen die Zweite } Teilerfolg vs. Großteilniederlage

teilerfolg2Vor einigen Monaten startete diese Seite mit dem Konflikt zwischen dem AStA Bremen und Prof. Dr. Jörg Baberowski aus Berlin. Dieser Streit wurde kürzlich vor dem Kölner Landgericht fortgesetzt und vorläufig entschieden. (Aktenzeichen: 28 O 324/16) Bis auf ein Detail gab das Gericht der Vorinstanz und Prof. Dr. Baberowski Recht.

Wie dem Urteil zu vernehmen ist, waren die Zitate welche Herrn Baberowski zu Last gelegt wurden arg gekürzt und sinnentstellt: Obgleich der wiedergegebene Wortlaut der Aussagen des Klägers zutreffend ist, ist seine Äußerung jeweils durch das Weglassen einer nachfolgenden Passage aus dem Zusammenhang gerissen und damit sinnentstellend wiedergegeben worden.“

„Wenn man nicht bereit ist, Geiseln zu nehmen, Dörfer niederzubrennen und Menschen aufzuhängen und Furcht und Schrecken zu verbreiten, wie es die Terroristen tun, wenn man dazu nicht bereit ist, wird man eine solche Auseinandersetzung nicht gewinnen“ … vom AStA unterschlagen wurde … „Dann sollte man die Finger davon lassen. Also auf der einen Seite ja, natürlich, Deutschland soll eine Funktion übernehmen, und es ist wichtig, dass Deutschland Verantwortung übernimmt, vor allen Dingen in solchen Konflikten, die es selbst betreffen. Aber man sollte sich schon gut überlegen, für welchen Krieg man a) gerüstet ist und ob man ihn gewinnen kann. Und wenn man ihn nicht gewinnen kann, soll man es lassen.“ Weiterlesen „AStA Bremen die Zweite } Teilerfolg vs. Großteilniederlage“

Greifswalder Ränkespielereien

Unbenannt

Ein demokratisches Manöver der besonderen Art kann man gerade in Greifswald beobachten. In regelmäßigen Abständen wird über den dortigen Namenpatron der Universität debattiert und abgestimmt. Nachdem eine längere Debatte vor etwa 7 Jahren nicht zur Umbenennung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität führte und sich sowohl Studentenschaft und Senat dagegen aussprachen, entschied sich der aktuelle Senat der Universität Anfang diesen Jahres ohne größere Debatte nun doch für die damals abgelehnte Umbenennung.

Wer im Großen siegen will, sei im Kleinen fleißig; von eins, zwei kommt man zu drei, von dem Drei zu Dreißig. (Ernst Moritz Arndt)

Fazit 2010: „Das Ergebnis der demokratischen Abstimmung muss nun jedoch akzeptiert werden.“

Fazit 2017: „Als Rektorin dieser Universität respektiere ich die Entscheidung des Senates. Ich wünsche mir, dass auch diejenigen Mitglieder der Universität, die eine andere Entscheidung gewünscht hätten, die mehrheitlich getroffene Entscheidung des zuständigen, demokratisch gewählten Gremiums respektieren. Vor allem wünschte ich mir, dass die Auseinandersetzung um den Namen nicht zu andauernden Konflikten innerhalb der Universität führt.“ (Rektorin Prof. Dr. Johanna Weber)

Nicht verwunderlich, dass sich bald darauf der Protest gegen diese Entscheidung wider der Entscheidung erhob. Ein Jura-Professor entgegnete seiner Rektorin fast schon arndtisch:

„Es ist eher das Kennzeichen von Diktaturen, so lange abstimmen zu lassen, bis das Ergebnis stimmt, und dies dann für das einzig gültig demokratische zu halten.“ Weiterlesen „Greifswalder Ränkespielereien“

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