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Akademische Freiheit

Qui tacet, consentire videtur

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Humboldt Universität

★ Astrum und die AStAnauten ★

AStA Landkarte

Schon seit unserem ersten Beitrag ist augenscheinlich, welche Rolle politische Symbolik in einigen studentischen Kreisen spielt. Selbstverständlich steht es jeder politischen Gruppe (Initiative, Hochschulgruppe, Organisation) frei sich ad libitum zu schmücken und zu präsentieren. Anders verhält es sich mit unabhängigen Gremien (AStA, Vollversammlung, Parlament, Fachschaften) welche jegliche symbolische Ideologisierung vermeiden sollten. Dies tun sie gleichwohl allzu oft nicht, wie wir auch andererorts festgestellt haben.

Schaut man auf unsere Karte, welche keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, so schießt Berlin wie so oft sicherlich den Vogel ab. Die AStAs aller drei großen Universitäten (TU, HU, FU) gönnen sich einen was gleichwohl auch in anderen Branchen nicht unbedingt als Qualitätszeichen gilt. Selbst die Berliner Landesastenkonferenz (LAK), welche die Asten aller Berliner Hochschulen zusammenbringt, gönnt sich als ihr zentrales Symbol eine Art grinsendes Gummibärchen vor einem Stern.

Diese Sterneliebhaberei an der Spree wurde 2013 von der lokalen Zeitung BZ thematisiert, als der AStA der Technischen Universität (TU) ausgerechnet einen RAF-Terroristen (Sterneliebhaber mit Maschinenpistole) zur Thematik „Wenn aus Studierenden Staatsfeinde werden – Weiße Rose, RAF und noch mehr“ sprechen ließ. Der einladende AStA erwiderte die Kritik des Blattes durch eine eigene Interpretation ihres Symbols. Weiterlesen „★ Astrum und die AStAnauten ★“

AStA Bremen die Zweite } Teilerfolg vs. Großteilniederlage

teilerfolg2Vor einigen Monaten startete diese Seite mit dem Konflikt zwischen dem AStA Bremen und Prof. Dr. Jörg Baberowski aus Berlin. Dieser Streit wurde kürzlich vor dem Kölner Landgericht fortgesetzt und vorläufig entschieden. (Aktenzeichen: 28 O 324/16) Bis auf ein Detail gab das Gericht der Vorinstanz und Prof. Dr. Baberowski Recht.

Wie dem Urteil zu vernehmen ist, waren die Zitate welche Herrn Baberowski zu Last gelegt wurden arg gekürzt und sinnentstellt: Obgleich der wiedergegebene Wortlaut der Aussagen des Klägers zutreffend ist, ist seine Äußerung jeweils durch das Weglassen einer nachfolgenden Passage aus dem Zusammenhang gerissen und damit sinnentstellend wiedergegeben worden.“

„Wenn man nicht bereit ist, Geiseln zu nehmen, Dörfer niederzubrennen und Menschen aufzuhängen und Furcht und Schrecken zu verbreiten, wie es die Terroristen tun, wenn man dazu nicht bereit ist, wird man eine solche Auseinandersetzung nicht gewinnen“ … vom AStA unterschlagen wurde … „Dann sollte man die Finger davon lassen. Also auf der einen Seite ja, natürlich, Deutschland soll eine Funktion übernehmen, und es ist wichtig, dass Deutschland Verantwortung übernimmt, vor allen Dingen in solchen Konflikten, die es selbst betreffen. Aber man sollte sich schon gut überlegen, für welchen Krieg man a) gerüstet ist und ob man ihn gewinnen kann. Und wenn man ihn nicht gewinnen kann, soll man es lassen.“ Weiterlesen „AStA Bremen die Zweite } Teilerfolg vs. Großteilniederlage“

Freie Universität } Veritas, Iustitia, Libertas

2005-02-06_freie_universitat_berlin_-_siegel_-_bearbeitetGerade jährt sich die Gründungsfeier der Freien Universität (FU) Berlin zum 68. mal. Dieser Gründung gingen einige Jahre der Repession und Unfreiheit voraus. Seit der Aufnahme des Lehrbetriebes an der einstigen Berliner Universität (seit 1949 Humboldt-Universität)  im Jahr 1946 kam es zu zahlreichen Festnahmen und Verurteilungen von Studenten und Dozenten die der kommunistischten Einflussnahme im Wege standen. Neben der akademischen war also selbst die individuelle Freiheit in Gefahr.

„Es geht um die Errichtung einer freien Universität, die der Wahrheit um ihrer selbst willen dient. Jeder Studierende soll wissen, dass er sich dort im Sinne echter Demokratie frei zur Persönlichkeit entfalten kann und nicht zum Objekt einseitiger Propaganda wird.“ (aus dem Gründungsaufruf vom 23.7.1948) Weiterlesen „Freie Universität } Veritas, Iustitia, Libertas“

Humboldt Universität } H²O-Aktivismus

waf

So vorbildlich es von der Berliner Zeitung ist, diesen Vorfall publik zu machen, so verwunderlich ist die Verniedlichung dieses Vorfalls als Zwischenfall von Aktivisten. Vielmehr handelt es sich bei diesen und ähnlichen Fällen um ideologisch motivierte Angriffe auf die Freiheit des Lehrens. Was war geschehen?

Laut dem Bericht der Zeitung stürmten am 8. November mindestens 5 schwarz gekleidete und maskierte Personen während der Vorlesung in einen Hörsaal der Berliner Humboldt Universität, übergossen den Dozenten u.a. mit einem Eimer Wasser und präsentierten derweil ein Transparent auf dem deren Parteimitgliedschaft thematisiert wurde.

Wenige Tage nach der Aktion veröffentlichte die Fachschaftsinitiative Gender Studies eine Stellungnahme. Da diese zwar am 11.11. aber ohne Angabe einer Uhrzeit (11:11 Uhr) veröffentlicht wurde, ist davon auszugehen, daß es sich hierbei nicht um Satire handelt. Wir raten den Autoren daher dringend einen Zirkus aufzusuchen, um sich vor Augen zu führen wie sich Clowns gefälligst zu verkleiden haben. Den genialsten verbalen Streich ist den Autoren gleichwohl hiermit geglückt: Weiterlesen „Humboldt Universität } H²O-Aktivismus“

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