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Akademische Freiheit

Qui tacet, consentire videtur

Uni HH } Die Toleranz der Anderen

fistVor wenigen Tagen wurde während der Sitzungspause des Studierendenparlaments (Stupa) der Hamburger Universität ein Vertreter des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) von einer Gruppe Vermummter bedroht und angegriffen. Infolge von Tritten und Schlägen fiel der Studentenvertreter über eine Stuhlreihe und zog sich zahlreiche Verletzungen zu. Die Täter flohen über das sogenannte Cafe Knallhart, einer seit mehreren Jahrzehnten besetzten Räumlichkeit der Universität. Grund für diese Gewalttat war die angebliche Mitgliedschaft in einer Burschenschaft. Das Opfer ist tatsächlich in einer Studentenverbindung aktiv, gleichwohl in einem dem Toleranzprinzip verpflichteten Corps. Dort kann man erfahren:

Toleranzprinzip heißt, dass wir unsere Mitglieder unabhängig von Konfession, Ethnie oder akademischer Prägung bei uns aufnehmen. Dieses Toleranzprinzip schätzen und leben wir besonders.

Außerdem sind Corps unpolitisch, d.h. das Corps bevormundet Mitglieder nicht in parteipolitischen Angelegenheiten. Solange die Meinungen nicht ins eine oder andere Extrem gehen und der demokratischen Grundordnung nicht entgegenlaufen ist bei uns jeder Willkommen.

Wer eine unmißverständliche Distanzierung seitens der anderen Studentenparlamentarier erwartete, wurde von der Erklärung der Hochschulgruppe CampusGrün bitter enttäuscht. Was hat Laura, Svenja und Melf nur geritten, eine Art Rechtfertigung statt einer glaubhaften Distanzierung zu veröffentlichen? Wenn man ihren Worten Glauben schenkt, so waren sie nicht minder darüber erschreckt, daß die Sitzung nach dem Vorfall nicht mehr beschlußfähig war. Böse Zungen könnten vermuten, man würde auch zukünftig Stimmenverhältnisse in den Pausen oder schon vor den Sitzungen durch ein Klima der Angst und durch tatsächliche Bedrohung (Stichwort: Strukturelle Gewalt) korrigieren.

Laura Franzen, Mitglied des Studierendenparlamentes und Vorsitzende von CampusGrün, sagt dazu:
„Im Beschluss des Studierendenparlamentes vom 23.05.2013 heißt es, dass ‚[d]ie Übernahme jeglicher Ämter innerhalb der Verfassten Studierendenschaft durch [im Kooperationsverband „Deutsche Burschenschaft“ Organisierte] als unvereinbar [angesehen wird]‘. Die Mitgliedschaft des Angegriffenen im „Corps Rhenania“ widerspricht zwar nicht dem Wortlaut, wohl aber dem Geist dieser Bekundung. Dennoch muss diese Auseinandersetzungen argumentativ geführt werden, Gewalt ist hierfür kein legitimes Mittel und durch nichts zu rechtfertigen.“

Svenja Horn, Mitglied des Studierendenparlamentes und im Ausschuss gegen Rechts macht deutlich:
„Burschenschaften, Corps, und ideologisch verwandte Verbindungen sind mit ihren rassistischen, sexistischen und nationalistischen Einstellungen ein Hort von rechtem Gedankengut. Diese Form der organisierten Ungleichheitsideologie steht gegen unsere Überzeugung der Gleichwertigkeit aller Menschen und bedeutet eine strukturelle Form von Gewalt. Wir verurteilen jede Form von Gewalt, physische wie strukturelle.“

Melf Johannsen, Mitglied des Präsidiums des Studierendenparlamentes, ergänzt:
„Gerade bei Vorfällen, bei denen demokratiefeindliches Gedankengut mit demokratiefeindlichen Mitteln bekämpft wird, wäre die Fortsetzung der Sitzung das richtige Signal für eine selbstbewusste, widerständige und gestaltende Verfasste Studierendenschaft gewesen. Das absichtliche Herbeiführen der Beschlussunfähigkeit mag Ausdruck des Schocks mancher Parlamentarier*innen gewesen sein, wir halten es dennoch für einen Fehler.“

Als hätte Maurice Gesser die Doppelzüngigkeit seiner Parlamentskollegen von CampusGrün vorhergesehen, mahnte er direkt nach dem Angriff auf seine Person:

Wir müssen endlich mit dem Schönreden aufhören und den gewalttätigen Linksextremismus bekämpfen.

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Nicht-Partizipianer vereinigt euch!

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Der Soziologe Rainer Paris berichtete vor wenigen Tagen in der NZZ über die Situation an deutschen Hochschulen im Bezug auf die Wahl der richtigen Ansprache für Studenten jeglichen Geschlechtes. Hierbei rekapituliert er die Anfänge in den Achtzigerjahren, als Studenten begannen, sich selbst als «Studis» zu bezeichnen. Das Ringen der Begrifflichkeiten begann aber weitaus früher. In den Sechzigern waren die Unterschiede zwischen Studierenden und Studenten noch klar definiert. In der ZEIT (ZEIT Nr. 20/1963) kann man hierzu lesen:

Ein Student ist ein Studierender. Daran ist nicht zu zweifeln. Ein Studierender aber ist deswegen noch lange kein Student.

Der feine Unterschied zwischen „Student“ und „Studierender“ besteht trotz aller ministeriellen Verlautbarungen weiter: Ein Student studiert an einer Universität oder Technischen Hochschule, ein Studierender hingegen studiert an einer jener Anstalten, die früher einmal „Höhere Technische Lehranstalt“ oder auch „Maschinenbauschule“ hießen, die dann in „Staatliche Ingenieurschulen“ umbenannt wurden und heute noch so heißen. […]

Über das Studentenleben geben zahlreiche Lieder Auskunft. […] Wenn diese Lieder in ihrer exklusiven Romantik auch nicht mehr so ganz den tatsächlichen Verhältnissen gerecht werden, so sind sie doch wenigstens da – die „Studierenden“ aber haben keine Lieder.

Nach den selbst-verhaustierlichten Studis kamen weitere Formen (Studenten und Studentinnen, StudentInnen, Student_innen, Studenten*innen, Studentx, …)  auf, doch mittlerweile scheint man sich mit der Partizipform «Studierende» arrangiert zu haben. Viel mehr noch. Ein jeder der sich dieser Sprachregelung verweigert, macht sich verdächtig und angreifbar. Dabei ist diese Regel als solche mehr als angreifbar, unlogisch und bisweilen sogar falsch.  Man schreibt eine Partizip Präsens Form vor, um ein aus dem lateinischen Partizip Präsens studens (Plural: studentes) entlehntes Wort zu verhindern.  Weiterlesen „Nicht-Partizipianer vereinigt euch!“

DHV } Forschung & Lehre

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Die Zeitung Forschung & Lehre (Motto: Alles was die Wissenschaft bewegt) wird seit 1994 vom Deutschen Hochschulverband herausgegeben. Vorab erschien die Schrift des Verbandes unter dem Titel Mitteilungen des Hochschulverbandes.

Nach Eigenaussage ist F&L auflagenstärkste wissenschaftspolitische Zeitschrift Deutschlands und bietet „ein offenes Forum für kontroverse und meinungsfreudige Positionen“. Konsequenterweise hatte sich der DHV beim Baberowski-Bashing auf die Seite der Debattenkultur gestellt. In der Mai-Ausgabe der F&L erschien ergänzend ein Interview mit Prof. Dr. Baberowski was logischerweise die trotzkistische Gegenseite erzürnte. Es scheint fast so, als würden die Debattengegner ihre Debatte einfach nicht los. Zum Trost einfach Trotzki lesen: Weiterlesen „DHV } Forschung & Lehre“

Göttingen } Klo*Sett*Viel*Falt

Klo2
Einweihung der ersten diskriminierungsfreien Toiletten der Georg-August Universität

Bei aller Kritik an der Genderideologie geht die praktische Durchsetzung der Idee und Praxis des „Doing Gender“ seinen kontinuierlichen bürokratischen Gang. Die Georg-August Universität Göttingen hat nun, angestoßen von der institutionellen Gleichstellungsbürokratie der Universität, in einem ersten mutigen Schritt begonnen, die Toilettenlandschaft der Hochschule im Sinne der Diskriminierungsfreiheit umzugestalten. Den Anfang macht dabei die Einrichtung von Herren/FrauenTrans*InterToiletten im Göttinger Oeconomicum, einem der am zentralen Campus gelegenen Lehr- und Forschungsgebäuden.

Eine empirische Messung des so erzielten Rückgangs der toilettenbezogenen Diskriminierung steht bislang noch aus. Wir hoffen auf ein qualitatives Forschungsdesign, durchgeführt vom Göttinger Institut für Demokratieforschung.

Zur intellektuellen Einordnung der jüngsten, steuergeldfinanzierten Erhöhung der Gendergerechtigkeit im Großraum Göttingen kann ein passender Artikel von Michael Klonovsky wieder vorgelegt werden: Weiterlesen „Göttingen } Klo*Sett*Viel*Falt“

★ Astrum und die AStAnauten ★

AStA Landkarte

Schon seit unserem ersten Beitrag ist augenscheinlich, welche Rolle politische Symbolik in einigen studentischen Kreisen spielt. Selbstverständlich steht es jeder politischen Gruppe (Initiative, Hochschulgruppe, Organisation) frei sich ad libitum zu schmücken und zu präsentieren. Anders verhält es sich mit unabhängigen Gremien (AStA, Vollversammlung, Parlament, Fachschaften) welche jegliche symbolische Ideologisierung vermeiden sollten. Dies tun sie gleichwohl allzu oft nicht, wie wir auch andererorts festgestellt haben.

Schaut man auf unsere Karte, welche keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, so schießt Berlin wie so oft sicherlich den Vogel ab. Die AStAs aller drei großen Universitäten (TU, HU, FU) gönnen sich einen was gleichwohl auch in anderen Branchen nicht unbedingt als Qualitätszeichen gilt. Selbst die Berliner Landesastenkonferenz (LAK), welche die Asten aller Berliner Hochschulen zusammenbringt, gönnt sich als ihr zentrales Symbol eine Art grinsendes Gummibärchen vor einem Stern.

Diese Sterneliebhaberei an der Spree wurde 2013 von der lokalen Zeitung BZ thematisiert, als der AStA der Technischen Universität (TU) ausgerechnet einen RAF-Terroristen (Sterneliebhaber mit Maschinenpistole) zur Thematik „Wenn aus Studierenden Staatsfeinde werden – Weiße Rose, RAF und noch mehr“ sprechen ließ. Der einladende AStA erwiderte die Kritik des Blattes durch eine eigene Interpretation ihres Symbols. Weiterlesen „★ Astrum und die AStAnauten ★“

♪♫♪ Wissenschaftsmarsch ♪♫♪

wissenschaft

Am kommenden Sonnabend (22. April 2017) wird weltweit zum sogenannten „March for Science“ aufgerufen. Ihren Ursprung haben diese Demonstrationen in den USA als Reaktion auf Aussagen von Präsident Trump (Stichwort: „alternative facts“). Motto:

Science, not silence (Wissenschaft nicht Schweigen)

Wissenschaftsfreiheit! Akademische Freiheit! Wissenschaft statt Ideologie/Idiotie! Im Grund genommen könnte man es mit diesem Hinweis bewenden lassen und schlicht dazu aufrufen: Hin da!!!11!elf!1!

Gleichwohl möchten wir zumindest kurz und stichpunktartig auf die Kritik am Marsch hinweisen.

  • Von etlichen Kritikern wird angeführt, daß eine elitäre Demonstration für eigentliche Banalitäten (Fakt schlägt Fake) die Kluft zwischen Wissenschaftswelt und Kritikern/Skeptikern eher vergrößert als verringert.
  • Die Gegenüberstellung von echten und alternativen Fakten greift zu kurz. Fakten sind in der Wissenschaft eher rar und oft nur ein kleiner Teil komplizierter Zusammenhänge. Natürlich sind Fakten, wie das Wort schon sagt, nicht verhandelbar. Anders verhält es sich mit Annahmen, Hypothesen und Theorien. Diese dürfen, sollten und müssen oft sogar in Frage gestellt werden.
  • Durch die Verknüpfung mit dem internationalen Earth Day werfen einige Kritiker den Initiatoren des March for science eine Überbetonung der moralischen zulasten der sachlichen Ebene vor. Diese Strategie der Moralisierung wird sonst der populären Seite vorgeworfen.
  • Die Fokussierung auf #Trump lenkt von anderen, viel evidenteren Problemen ab. Wieso prangert man zum Beispiel nicht die ideologische Beeinflussung an deutschen Hochschulen an? Warum zeigte man sich nicht ebenso deutlich solidarisch als Studenten und Dozenten in Hongkong, Moskau oder Istanbul für ihre Freiheiten demonstrierten?
  • Als weiterer Kritikpunkt ist die Selbstüberhöhung in der öffentlichen Selbstdarstellung anzuführen. Die Selbstdarstellung, man sei – anders als politische Akteure – letztlich fähig, abschließend wahr und unwahr zu unterscheiden, mag für eng begrenzte wissenschaftliche Fragestellungen überzeugen. Im Bereich der normativen politischen Urteile hingegen sollte jeder seriöse Wissenschaftler Zurückhaltung üben und die Grenzen seiner Methodik benennen. Die Selbstüberschätzung, bis in die Sphäre der Politik mit wissenschaftlicher Objektivität wahr und unwahr trennen zu können, wird in der öffentlichen Wahrnehmung niemanden überzeugen. Mittelfristig könnte diese Anmaßung sogar der Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse in solchen Bereichen schaden, in denen sie tatsächlich erlangt werden können. Dieser Glaubwürdigkeitsverlust könnte eine ungewollte und nicht wünschenswerte Folge des Wissenschaftsmarsches sein.
  • Zuguterletzt sollten sich die Initiatoren etwas skeptischer mit der von ihnen benutzten Symbolik befassen. Insbesondere die amerikanische March-Bewegung läßt eine gewisse Sympathie mit linken bzw. linksradikalen Symbolen erkennen. Die propagierte politische Neutralität bleibt da rein optisch auf der Strecke. Merke: Wissenschaft ist KEINE Meinung!

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die hochschule } Kernwert Akademische Freiheit

hochschule

Die Zeit­schrift „die hoch­schule“ sieht sich seit 2002 als Plattform für Debatten rund um Hoch­schul­-,  Wissenschafts- und Bildungs­forschung. Sie wird herausgegeben vom Institut für Hochschulforschung (HoF) Halle-Wittenberg. HoF ist derzeit das einzige Institut, welches sich schwerpunktmäßig in den „neuen“ Bundesländern in der Hochschulforschung betätigt. Das Journal sieht sich in der Tradition der kurz nach der Wende erstmalig erschienenen Zeitschrift „hoch­schule ost“.

Die kürzlich erschienene Ausgabe wird wie folgt vorgestellt:

Akademische Freiheit gehört zu den ‚core values‘ von Hochschulen. Sie bildet einen zentralen berufsethischen Referenzpunkt in Forschung, Lehre und Studium. Da die akademische Freiheit jedoch nicht immer umfassend gelten kann und in komplexen Situationen oftmals strapaziert werden muss, bleibt sie stets in der Diskussion: Trotz langer Tradition ist sie in der konkreten Auslegung umstritten – und wird immer wieder als bedroht erlebt. Dies gilt nicht zuletzt im Kontext des Bologna-Prozesses, bei Fragen der Finanzierung oder der institutionellen und inneren Unabhängigkeit. Diesem Spannungsfeld widmet sich die aktuelle Ausgabe der „hochschule“.“

Akademische Freiheit gilt nicht absolut, ist aber bedeutsamer Referenzpunkt akademischer Tätigkeit. Dies dokumentieren die Beiträge des Themenschwerpunkts: Weiterlesen „die hochschule } Kernwert Akademische Freiheit“

AStA Bremen die Zweite } Teilerfolg vs. Großteilniederlage

teilerfolg2Vor einigen Monaten startete diese Seite mit dem Konflikt zwischen dem AStA Bremen und Prof. Dr. Jörg Baberowski aus Berlin. Dieser Streit wurde kürzlich vor dem Kölner Landgericht fortgesetzt und vorläufig entschieden. (Aktenzeichen: 28 O 324/16) Bis auf ein Detail gab das Gericht der Vorinstanz und Prof. Dr. Baberowski Recht.

Wie dem Urteil zu vernehmen ist, waren die Zitate welche Herrn Baberowski zu Last gelegt wurden arg gekürzt und sinnentstellt: Obgleich der wiedergegebene Wortlaut der Aussagen des Klägers zutreffend ist, ist seine Äußerung jeweils durch das Weglassen einer nachfolgenden Passage aus dem Zusammenhang gerissen und damit sinnentstellend wiedergegeben worden.“

„Wenn man nicht bereit ist, Geiseln zu nehmen, Dörfer niederzubrennen und Menschen aufzuhängen und Furcht und Schrecken zu verbreiten, wie es die Terroristen tun, wenn man dazu nicht bereit ist, wird man eine solche Auseinandersetzung nicht gewinnen“ … vom AStA unterschlagen wurde … „Dann sollte man die Finger davon lassen. Also auf der einen Seite ja, natürlich, Deutschland soll eine Funktion übernehmen, und es ist wichtig, dass Deutschland Verantwortung übernimmt, vor allen Dingen in solchen Konflikten, die es selbst betreffen. Aber man sollte sich schon gut überlegen, für welchen Krieg man a) gerüstet ist und ob man ihn gewinnen kann. Und wenn man ihn nicht gewinnen kann, soll man es lassen.“ Weiterlesen „AStA Bremen die Zweite } Teilerfolg vs. Großteilniederlage“

Greifswalder Ränkespielereien

Unbenannt

Ein demokratisches Manöver der besonderen Art kann man gerade in Greifswald beobachten. In regelmäßigen Abständen wird über den dortigen Namenpatron der Universität debattiert und abgestimmt. Nachdem eine längere Debatte vor etwa 7 Jahren nicht zur Umbenennung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität führte und sich sowohl Studentenschaft und Senat dagegen aussprachen, entschied sich der aktuelle Senat der Universität Anfang diesen Jahres ohne größere Debatte nun doch für die damals abgelehnte Umbenennung.

Wer im Großen siegen will, sei im Kleinen fleißig; von eins, zwei kommt man zu drei, von dem Drei zu Dreißig. (Ernst Moritz Arndt)

Fazit 2010: „Das Ergebnis der demokratischen Abstimmung muss nun jedoch akzeptiert werden.“

Fazit 2017: „Als Rektorin dieser Universität respektiere ich die Entscheidung des Senates. Ich wünsche mir, dass auch diejenigen Mitglieder der Universität, die eine andere Entscheidung gewünscht hätten, die mehrheitlich getroffene Entscheidung des zuständigen, demokratisch gewählten Gremiums respektieren. Vor allem wünschte ich mir, dass die Auseinandersetzung um den Namen nicht zu andauernden Konflikten innerhalb der Universität führt.“ (Rektorin Prof. Dr. Johanna Weber)

Nicht verwunderlich, dass sich bald darauf der Protest gegen diese Entscheidung wider der Entscheidung erhob. Ein Jura-Professor entgegnete seiner Rektorin fast schon arndtisch:

„Es ist eher das Kennzeichen von Diktaturen, so lange abstimmen zu lassen, bis das Ergebnis stimmt, und dies dann für das einzig gültig demokratische zu halten.“ Weiterlesen „Greifswalder Ränkespielereien“

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