Suche

Akademische Freiheit

Qui tacet, consentire videtur

Verfasser

akademischefreiheitblog

Corona } Einhellige Entzweiung

pexels-photo-3959482.jpeg
Photo by Branimir Balogović on Pexels.com

Die Coronakrise ist mehr als eine Krise des Sozialstaates und der medizinischen Versorgung. Sie ist auch eine Krise des sachlichen Diskurses. Wie auch bei anderen höchst emotionalen Themen minimiert sich die Wahrnehmung der Meinungen auf Befürworter und Kritiker welche wechselseitig zu „Verschwörern“ & „Verschwörungstheoretikern“ oder zu „Leugnern“ & „Lobbisten“ deklariert werden.  Auf diesem Fundament ist keine wissenschaftliche Debatte möglich. Nicht minder problematisch ist der zeitliche Druck, welcher seitens Gesellschaft und Politik auf die Wissenschaft ausgeübt wird. Was gestern noch galt, gilt oft morgen nicht mehr. Sei es die wissenschaftliche Einschätzung zur Wirksamkeit von Masken und anderen Maßnahmen, der unterschiedlichen Ansteckbarkeit von Kindern und Erwachsenen, der Abschätzung von Morbidität und Reproduktionszahl. Hier kann man also weder böswillig noch gutgläubig schlicht auf die Wissenschaft verweisen. Diese kennt nicht EINE Antwort.

Zurück zur Bipolarität der Meinungen. Malte Lemming vom Tagesspiegel fasst die Motivlage eines Großteils (ohne echte Lobbyisten und absolute Leugner) ganz gut zusammen: Weiterlesen „Corona } Einhellige Entzweiung“

Wissenschaftsunfreiheit } „Klimanotstand“ an deutschen Universitäten

unfreiheit

Wer sich noch vor Jahren Sorgen um die Akademische Freiheit machte, der ließ seine Blicke weit schweifen. Etwaige Unfreiheiten erwartete man beispielsweise in der Türkei, in China oder in Rußland. Doch auch die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland gerät mehr und mehr in Bedrängnis.

Das gesamte letzte Jahr stand nicht ohne Grund unter der Ägide der Allianz der Wissenschaftsorganisationen im Zeichen der hiesigen Wissenschaftsfreiheit.

Eine gerade veröffentlichte Umfrage im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) macht einige Mißstände und Unfreiheiten an deutschen Universitäten greifbarer. Der dazugehörige Lesestoff findet sich weiter unten.

Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, neuer Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), stellt in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk ebenfalls die Bedeutung der Wissenschaftsfreiheit anderswo aber auch in Deutschland heraus:

Grundsätzlich gilt, dass wir natürlich für die wissenschaftliche Freiheit einstehen, einstehen müssen – in Deutschland, aber vor allen Dingen natürlich auch in der Zusammenarbeit mit anderen Ländern in Europa und darüber hinaus. Und wissenschaftliche Freiheit ist natürlich nicht denkbar ohne Pressefreiheit, ohne Meinungsfreiheit, das heißt, wir brauchen im optimalen Fall doch eine wie auch immer geartete freiheitlich-demokratische Grundordnung, in der wir eine freie Wissenschaft dann auch garantieren können.

Weiterlesen „Wissenschaftsunfreiheit } „Klimanotstand“ an deutschen Universitäten“

Wissen schafft Freiheit

Freiheit-System_500

Das gerade vergangene Jahr stand ganz im Zeichen der Wissenschaftsfreiheit. Dies hing unter anderem mit dem 70. Jubeljahr des Grundgesetzes und der darin verbürgten Freiheit der Wissenschaft (Artikel 5, Absatz 3) zusammen.

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen organisierte über das Jahr Veranstaltungen und Aktionen, welche auf der eigens eingerichteten Seite www.wissenschaftsfreiheit.de  gebündelt wurden. Unter anderem wurden „Zehn Thesen zur Wissenschaftsfreiheit“ ausformuliert mit dem Ziel die Freiheit der Wissenschaft zu stärken. Seitens der Initiatoren hieß es hierzu:

Das vorliegende Memorandum versteht sich als Selbstverpflichtung der Wissenschaft in Deutschland, die Freiheit der Wissenschaft zu schützen, sich gegen ihre Beschränkungen zur Wehr zu setzen und sie für künftige Herausforderungen zu stärken.

Da auch uns die Freiheit der Wissenschaft (Akademische Freiheit) antreibt, die Zehn Thesen überzeugen und auch nach 2019 Gehör finden sollen, geben wir das Memorandum hier ungekürzt wieder.

 

1. Wissenschaftsfreiheit weltweit fördern

 

In nicht wenigen Staaten ist die Freiheit der Wissenschaft akut gefährdet, teilweise werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Regimegegner verfolgt oder gar verhaftet. Hier gilt es für die Wissenschaftsorganisationen, die schwierige Balance zu wahren, diesen Gefährdungen entgegenzutreten und zugleich bestehende Kooperationen als wertvolle Freiräume für die Forschenden zu erhalten. Die Wissenschaft in Deutschland verpflichtet sich, in ihren eigenen Organisationen weiterhin und verstärkt Schutz und Perspektiven für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland zu bieten und sich aktiv an Programmen und Netzwerken wie Academy in Exile oder Scholars at Risk zu beteiligen. Mobilität und freier Austausch sind Bedingungen einer erfolgreichen Wissenschaft.

Weiterlesen „Wissen schafft Freiheit“

Wikipedia & Wissenschaft

WikipediaLogo-TheOfficiaFour

Die Kritik an Wikipedia ist so alt wie Wikipedia selbst. Seine Anfänge nahm die „freie“ Enzyklopädie im Jahr 2000, noch unter den Namen „Nupedia„. Wikipedia selbst ging im Januar 2001 auf Sendung. Schon am 15. März wurde der deutsche Ableger unter „deutsche.wikipedia.com“ angelegt. Wo Nupedia noch auf ausgewählte Autoren und langwierige Genehmigungsprozesse setzte, vertraute Wikipedia auf Schnelligkeit und die Intelligenz der Masse.

Die Kritik an Wikipedia ist Wikipedia/Wikimedia durchaus bekannt. Einige Kritikpunkte schaffen es aber schwer in die Filterblase der Wikipedia-Welt* hinein. Von daher lohnt ein Blick auf jene Kritik die es nicht zum digitalen Ort des Geschehens geschafft hat. Einen guten Überblick gibt es bei alternativen Wikis wie hier bei PlusPedia. Kritik an Wikipedia kommt aus unterschiedlicher Richtung.

Mit wiki watch existiert sogar eine eigene universitäre Arbeitsstelle im Studien- und Forschungsschwerpunkt „Medienrecht“ an der Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder). Jene Einrichtung der Universität widmet sich seit 2010 der Kritik an der deutschsprachigen Wikipedia. Hierfür werden auch hilfreiche Analysetools und aktuelle Blogbeiträge angeboten. Trotz eines enormen Pressespiegels hat Wiki watch die Relevanzkriterien der deutsprachigen Seite seltsamerweise nicht bestanden. Für Kritik in einem Personenartikel war Relevanz wiederum gegeben. Auch in der englischen Version scheint die allgemeine Relevanz der deutschen Seiten erkannt worden zu sein. That’s an odd thing! 

An vielen Universitäten, Instituten und im wissenschaftlichen Betrieb sind Wikipediabezüge oder -zitate aus nachvollziehbaren Gründen nicht gern gesehen. An einigen wurde sogar ein offizielles Verbot ausgesprochen, so an der TU Dortmund:

Warnung vor Wikipedia

Zitate aus der deutschen Wikipedia sind ab jetzt in akademischen Abschlussarbeiten an meinem Institut nicht mehr erlaubt. Anders als die englische wird die deutsche Wikipedia von Ideologen dominiert. Außerdem steckt sie in vielen Artikeln zu Wirtschaftswissenschaften und Statistik voller Fehler. Generell ist das Niveau von Artikeln zur Statistik weit unterhalb einer Bachelorarbeit an unserer Fakultät.

Aktuell sehr aktiv in der Wikipediakritik ist die Gruppe42 aus Wien. Hierbei handelt es sich laut Eigenaussage um „eine lose Formierung von kritischen, kreativen Schön- und Freigeistern„. Ihre Kritiker aus der „Skeptikerbewegung“ ordnen sie der sogeannten „Trutherbewegung“ zu. (Konfliktherd!) Ihre Geschichten aus *Wikihausen greifen zumeist aktuelle Beobachtungen in der Wikipedia heraus. Ihre Recherchen gipfelten in einem Rechtsstreit der kürzlich vor dem Landgericht Hamburg zugunsten der Gruppe42 und zulasten des Wikipedia-Autors Feliks entschieden wurde. Einen Anfang nahm die Wikipediakritik aus dem Umfeld dieser Gruppe im Jahr 2015 mit dem Film „Die dunkle Seite der Wikipedia„, welcher exemplarisch den Artikel des schweizer Historikers Daniel Ganser beleuchtete.

Mit Feliks hatte auch schon der einstige FAZ und heutigen Welt-Autor Rainer Meyer (Don Alphonso) zu tun. Feliks hatte sich nach Meyers Kritik an der Seite agent*In (Konfliktherd!) mit anderen Autoren an Meyers Wikipedia (nicht gerade wohlwollend) „betätigt“. Skurile Pointe: Meyer, alias Alphonso stellte nun nach der Deanonymiserung von Feliks fest, dass er den anonymen Schreiber schon aus dem realen Leben, aus seiner Schulzeit kannte.

Das angedachte Prangerportal agent*in, rund um den aktiven Wikipediaautor Andreas Kemper, veranlasste auch die wissenschaftskritische Seite Sciencefiles.org (Konfliktherd!) zu einem konkreten Mikroblick auf einen Artikel (hier zum Vergleich die englische Version) und zu einem kritischen 5 Jahre Rückblick auf die deutsche Wikipedia .

„Letztlich sind diese armen anonymen Personen von den selben niederen Motiven getrieben, die auch Agentin.org hervorgebracht haben, was nicht verwunderlich ist, denn Andreas Kemper, aka Schwarze Feder zeichnet sowohl für Agentin.org als auch für den Niedergang von Teilen der deutschen Wikipedia verantwortlich, jenen Niedergang der Professoren sozialwissenschaftlicher Fächer dazu geführt hat, die Wikipedia, weil keine ernstzunehmende Quelle, aus wissenschaftlichen Arbeiten zu verbannen.“

Auch ein anderer Rechtsstreit (Urt. v. 28.08.2018, Az. 27 O 12/17) dürfte Wikipedianer aufhorchen lassen.  Demnach muß die Plattform wie journalistische  Medien presserechtliche Sorgfaltsmaßstäbe einhalten. Eine selektive Auswahl von Quellen sowie die unkritische Übernahme und Unterschlagung derer Inhalte dürfte dieser Sorgfaltspflicht nicht gerecht werden.

Einige Mittel der Qualitätssicherung kennt und nutzt Wikipedia schon heute. Insbesondere für alle nicht allzusehr strittigen Themenfelder hat sich diese Vielfalt an Methoden ausgezahlt. Zusätzlich können zur Bewertung einzelner Artikel externe Seiten wie „wikiwatch“ (Siehen oben!) oder auch „Wikibu“ hinzugezogen werden. Dies ist insbesondere bei „umkämpften“ Themenfeldern und Konfliktherden wie „Politik“, „Geopolitik“ („Kriege“), „Gesellschaftsfragen“, „Neuere Geschichte“, „Marketing“ aller Art sowie „Verschwörungen“ samt ihrer „Theorien“ anzuraten. Insbesondere die oft kritisierten Methoden von eher politisch als wissenschaftlich motivierten Autorengruppen sollten näher untersucht und deren Wirken erschwert werden. Das von Wikiwatch eingebrachte Peer-reviewVerfahren wäre in Gänze wohl eine Rückschritt (Nupedia) und würde dem Projekt eher schaden als nützen. Vielleicht wäre aber für eine Auswahl offensichtlich strittiger  Artikel (Anzahl Reverts usw.) ein solches Verfahren durchaus angebracht. Zudem könnte man ein Bewertungsmodell für Autoren einführen, um schlecht bewertete „Aktivisten“ von besonderen Funktionen (Sichter, Admin) auszuschließen. Denn Wikipedia gehört dem Schwarm. Viel Glück und viel Segen zum 18. Geburtstag. Nun bist du volljährig, mit allem was dazu gehört!

 

Weiterführendes:

bpb.de }  Wechselbeziehungen zwischen Wikipedia und Wissenschaft

stern.de } Kritik an Online-Enzyklopädie: Langjähriger Wikipedia-Autor warnt: Man sollte dem Lexikon nicht alles glauben

golem.de } Onlineenzyklopädie: Kritik an Wikipedia wird 15 Jahre alt

deutschlandfunk.de } 15 Jahre Wikipedia„Wissensressource der digitalen Gesellschaft“

trollheaven.de } Kritik an Wikipedia

wiki.zum.de } Kritik an Wikipedia und »Wikimedia Deutschland«

br.de } Wikipedia-Artikel über Abgeordnete vom Bundestag aus geschönt

junge welt } Heute mach’ ich Wikipedia: Aus dem Rahmen gefallen

Historikertag } Spaltung in Theorie & Praxis

mountains clouds historical great wall of china
Photo by Manuel Joseph on Pexels.com

Naht ein neuer Historikerstreit? Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) hat in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) zum 52. Historikertag eingeladen. Mehr als 3.000 Historiker folgten der Einladung unter dem Thema „Gespaltene Gesellschaften“ nach Münster. Dieses Jahr sollte es aber nicht allein bei Foren, Vorträgen, Podiumsdiskussionen und weiteren wissenschaftlichen Veranstaltungen bleiben. Dem hinkenden Vergleich mit den oft zitierten „Weimarer Verhältnissen“ zum Trotz, sah man sich aufgrund „derzeit maßlose[r] Angriffe auf die demokratischen Institutionen“ gezwungen, per Resolution Stellung zu beziehen. Doch daran entzündete sich Streit.

In der Resolution des VHD „zu gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie“ gruppieren sich die Hauptforderungen wie folgt:

Für eine historisch sensible Sprache, gegen diskriminierende Begriffe

Für parlamentarische Demokratie und pluralistische Streitkultur, gegen Populismus

Für ein gemeinsam handelndes Europa, gegen nationalistische Alleingänge

Für Humanität und Recht, gegen die Diskriminierung von Migranten

Für eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, gegen den politischen Missbrauch von Geschichte

Das Für und Wider in den Forderungen kann über die eigentliche Intention nicht hinwegtäuschen. Zu einseitig offenbaren sich die ergänzten Beispiele und ausformulierten Details. Die Einwände vor Ort, man sollte die Resolution entweder allgemeiner halten oder doch weitere Extreme (Tenor: Gefährdungen der Demokratie) aufzunehmen, scheiterten mit dem Hinweis man müsse „jetzt hier was gegen rechts tun“ und könne sich „Ausgewogenheit nicht leisten“. Ebenso verwarf man den Hinweis auf eine geheime Wahl, was zwar die Legitimation erhöht aber womöglich auch die notwendige Zustimmung vermindert wenn nicht gar verhindert hätte. Weiterlesen „Historikertag } Spaltung in Theorie & Praxis“

IKUWO } Interkulturelle Begegnung in Greifswald

festival-contre-le-racisme

Am vorletzten Wochenende kam es in Greifswald im Verlauf der Aftershowparty des alljährlichen „Festival contre le racisme“ zu einem tätlichen Übergriff auf ein vorbeischlenderndes Pärchen. Nachrichten von derartiger Gewalt müssen wir leider allzuoft hören. Doch warum interessieren wir uns speziell für diesen Vorfall? Das besagte Festival war eine Veranstaltung des deutschen Dachverbandes der verfassten Studierendenschaften und des örtlichen AStAs. Ein weiterer akademischer Zusammenhang besteht darin, daß es sich beim Opfer um einen farbentragenden katholischen Verbindungsstudenten handelte und genau dies sogar Grund des Angriffs war.

Dem Greifswalder AStAs ist hoch anzurechnen, daß sich dieser nur wenige Tage nach dem Vorfall unmißverständlich (leider andererorts keine Selbstverständlichkeit) positionierte:

Wir bedauern, dass unser Festival contre le racisme durch einen Vorfall in der Nacht von Samstag zu Sonntag im Rahmen der Aftershow-Party im IKuWo (Internationales Kultur- und Wohnprojekt) gestört wurde. Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) engagiert sich für eine gewaltfreie, offene und tolerante Gesellschaft und spricht sich gegen jegliche politisch, religiös oder anderweitig motivierte Gewalt aus.
Wir distanzieren uns von diesem Vorfall und sind bereit die Aufklärung der Vorkommnisse zu unterstützen.

(Quelle: https://www.facebook.com/AStA.Greifswald)

Mal abgesehen vom Gewaltakt und dem Verhalten gegenüber den Ermittlungsbehörden, läßt auch die offensichtlich ideologische Symbolik des Festes und des Veranstaltungsortes Zweifel aufkommen, ob hierfür auch zukünftig gemeinnützige und fürs studentische Zusammenleben (!) vorgesehene Gelder genutzt werden sollten.

ikuwo

Uns ist der Hang zu ideologischen Symbolen wie dem Roten Stern schon an anderer Stelle aufgefallen. Wir hatten dies damals nur kurz kommentiert:

„Doch auch bei anderen fzs-Kampagnen wie dem Festival Contre le racisme kommt man ohne Sterne nicht aus.“

festival-contre-le-racisme 2

Weiterlesen „IKUWO } Interkulturelle Begegnung in Greifswald“

Goethe-Universität FFM } Irrend lernt man. (JWvG)

uniFFM

Vor einigen Wochen blockten uns die Öffentlichkeitsbeauftragten des StuPa FFM auf Twitter. Da uns die Gründe nicht mitgeteilt wurden, nehmen wir diese bewußte Dialogverweigerung zum Anlaß, auf Spurensuche zu gehen und alle kritikwürdigen Geschehnisse der letzten Monate auf und rund um dem Frankfurter Campus Revue passieren zu lassen.

Alles begann Ende 2017 durch die Ankündigung, daß Polizeigewerkschafter Rainer Wendt einen Vortrag an der Goethe-Universität halten sollte. Für den dortigen AStA und „60 Wissenschafter*innen“ war die erzwungene Absage der Veranstaltung „absolut notwendig“.

Am Donnerstag den 26. Oktober 2017 sollte der Rechtspopulist, Unruhestifter und Vorsitzende der DPolG Bundespolizeigewerkschaft Rainer „Doppelgehalt“ Wendt einen Vortag an der Goethe-Universität Frankfurt halten. Ein Mensch, der sein Gesicht in jede Kamera und Talkshow steckt um Racial Profiling, Sicherheitswahn und verschärfte Gesetzte gegen Alle und Jeden fordert – aber vor allem gegen die Schwächsten in der Gesellschaft.

Nach der Kritik von rund 60 Wissenschafter*innen und der GEW Hessen, sowie auch vom AStA Universität Frankfurt wurde die Veranstaltung nun abgesagt. Wir halten dies für absolut notwendig. (Quelle: AStA FFM)

Da die Absage aufgrund angekündigter Gewalt erfolgte, erntete dies gleichwohl nicht nur Applaus, sondern war auch Auslöser für Diskussionen über freien Rede und den Mut zur Debatte an der Frankfurter Goethe Universität.

Was ist des Freiesten Freiheit? – Recht zu tun! (Johann Wolfgang von Goethe)

Weiterlesen „Goethe-Universität FFM } Irrend lernt man. (JWvG)“

ASH Berlin } Adiós avenidas, adiós artes!

Avenidas

Seit 2011 ziert das folgende Gedicht Eugen Gomringers die Südfassade der Berliner Alice-Salomon-Hochschule (ASH):

avenidas
avenidas y flores

flores
flores y mujeres

avenidas
avenidas y mujeres

avenidas y flores y mujeres y
un admirador

Der perfide Inhalt dieser wohlklingenden Zeilen blieb aufgrund der spanischen Chiffrierung lange Zeit unentdeckt. Ins Deutsche übersetzt offenbart sich dagegen der sexistische Gehalt sofort:

Alleen/Alleen und Blumen/Blumen/Blumen und Frauen/Alleen/Alleen und Frauen/Alleen und Blumen und Frauen und/ein Bewunderer.

Wem auch der deutsche Text keinen Grund zur Sorge liefert, dem sei geholfen. Im Jahr 2016 prangerte der AStA der ASH das allzu frauenfreundliche Gedicht wie folgt an: Weiterlesen „ASH Berlin } Adiós avenidas, adiós artes!“

Jahresrückblick 2017

2017

In wenigen Tagen geht unser erstes vollständiges Blogjahr zu Ende. Der Vergleich mit dem Vorjahr hinkt ein wenig, da erst seit Ende 2016 Artikel veröffentlicht wurden. Aber rein visuell sieht es wenigstens nach einem steilen Anstieg der Besuche aus. 😉

War letztes Jahr der Artikel „Narrenmatt im Welfengarten“ am beliebtesten, so wurden dieses Jahr die folgenden Artikel am häufigsten angeklickt: Weiterlesen „Jahresrückblick 2017“

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑