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Akademische Freiheit

Qui tacet, consentire videtur

Kategorie

Hochschulpolitik

Regensburg } Bunte gegen Farben

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Ende Januar tagte in Regensburg der Studentische Konvent zur ersten öffentlichen Sitzung des Jahres. Dieses Treffen war außergewöhnlich bunt (nun sagen wir lieber) farbenfroh besucht. Im Publikum saßen zahlreiche Studenten und Studentinnen in Couleur, also in den Farben ihrer jeweiligen Studentenverbindung. Grund für dieses Farbbekenntnis war ein Tagungsordnungspunkt auf der Agenda, mit dem Ziel den Studentenverbindungen jegliche Werbemöglichkeiten an der Universität zu nehmen.

„Der Konvent möge beschließen, dass die Studierendenvertretung sich gegen Studenten- und Studentinnenverbindungen positioniert, ihnen folglich keine Werbeflächen wie Pinnwände oder Informationsstände zur Verfügung stellt, und über sie aufklärt“ (Antrag Bunte Liste)

Dieser Antrag der Bunten Liste (BL) wurde im Zuge der Diskussion entschärft und trotz der Gegenstimmen von Gästen und anderen Konventmitgliedern nach längerer Debatte angenommen.

Selbst der Vertreter der sonst nicht allzu ernsten Hochschulgruppe Die PARTEI sah sich genötigt kurzzeitig aus der Rolle des Satirikers herauszutreten. Die Vertreter von RCDS und Die PARTEI veröffentlichten daraufhin eine gemeinsame Pressemitteilung in der es unter anderem heißt:

„Statt Ausgrenzung und Verdrängung zu betreiben plädieren wir für einen offenen Dialog und konstruktive Debatten, insbesondere bei streitbaren politischen Themen.“ (PM RCDS/Die PARTEI)
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AStA Köln } Theorie & Diskussion unerwünscht

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Wie der Humanistische Pressedienst (hpd) berichtet, wurde der Soziologe und Politologe Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber kurzfristig von der Veranstaltungsreihe „Aspekte der Kritik“ des AStA Köln ausgeladen. Der versierte Extremismus- und Antisemitismusforscher sollte eigentlich am 29. November 2016 zur Frage „Gibt es Antisemitismus und Muslimenfeindlichkeit in der AfD?“ referieren. Doch dann kam alles anders als geplant.

Am 13. November ließen die Veranstalter den Referenten von der Ausladung wissen, da „das Organisationsteam nicht mit den von Ihnen getätigten Darstellungen zum Thema Linksextremismus identifizieren kann bzw. diese nicht unterstützen kann.“ Diese Ausladung ist verwunderlich, da diese Publikation nicht neu und die Materie nicht das Thema der Veranstaltung war. Ganz im Gegenteil. Weiterlesen „AStA Köln } Theorie & Diskussion unerwünscht“

Narrenmatt im Welfengarten

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Am 16. November 2016 tagte in Raum E 415 die Studentische Vollversammlung (VV) der Leibniz Universität Hannover (LUH) zu einem inoffiziellen Turboschachturnier, welches sich vorzüglich aus dem Turnierprotokoll rekapitulieren läßt.

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Weißer Bauer von f2 auf f3

Zwei Studenten sahen das Unheil kommen und beantragten ein ausnahmsloses Schachverbot auf dem Gelände der Universität Hannover. Dieses wurde ihrerseits hieb- und stichfest (zwölffach) begründet.

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Team Schwarz kontert mit einem Antrag auf Verschiebung des Wichsverbot-Antrages nach vorne da „Verbindungsstudent*innen würden ja VV verlassen – was zu begrüßen wäre“ sowie den Aufschub des Schachverbot-Antrages nach hinten, da über diesen Antrag seitens der Sitzungsleitung schon einstimmig entschieden wurde. Weiterlesen „Narrenmatt im Welfengarten“

CICERO & AStA Bremen } Redeunfreiheit

Vor einigen Tagen lud der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zu einem Vortragsabend zum Thema „Gewalt verstehen“ ein. Dieser sollte in den Räumen der Uni Bremen stattfinden bis der AStA dagegen mobilisierte. Anstoß nahmen die Protagonisten am angekündigten Referenten Jörg Baberowski, Dozent an der Humboldt Universität in Berlin. Sinnigerweise endete der Mobilisierungsaufruf zur  Verhinderung des Vortrages mit dem Ausruf „★ […] FUR EINE BUNTE UNI! ★“  Weiterlesen „CICERO & AStA Bremen } Redeunfreiheit“

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